Friederike Ablang: Set them free

 

„Set them free“ heißt die wunderschöne Postkartenserie, die Friederike Ablang für EchtPost kreiert hat. Wir wollen euch heute die Illustratorin hinter den Quallen, Schmetterlingen, Kraken und Luftballons vorstellen. Und wer könnte das besser als sie selbst? Daher haben wir Friederike kurzerhand zum Interview gebeten!

Friederike, beschreib wer du bist!
Vierblattkleefinderin
Mutter von Kai und Ella
Frau vom Miepsh
Zeichnerin
Alberne Nudel
Heulsuse
Katzenkumpel
Kind
Enkelin
InderTheorieWeltverbesserin
Freundin
Krakenliebhaberin
Kesingerfan
Sternschnuppensucherin
Autonichtleidenkönnerin

Seit wann bist du als Illustratorin tätig? Was gefällt dir an deinem Beruf?
Ich zeichne so lange ich denken kann und arbeite als Illustratorin seit 2004.
Ich liebe diesen Beruf, er ist bunt und friedlich und ich bin mit mir allein. Ich kann das Blatt füllen mit den bunten Blasen meiner Phantasie und werde dafür bezahlt. Für manche ist es vielleicht zu einsam, für mich ist es genau das Richtige. Wenn ich dann unbedingt doch menschlichen Kontakt brauche, sitzt hinter mir der liebste Mensch der Welt, mein Mann, und nimmt die Kopfhörer ab.

Was sind die Schwerpunkte deiner Arbeit? Für wen arbeitest du?
Ich arbeite hauptsächlich für Schulbuchverlage wie Klett und Cornelsen, illustriere Muttersprachen- und Lesebücher. Dem Zebra Franz, aus der Klett ZEBRA Reihe, dem habe ich sein Aussehen gegeben und seine Mütze. Lange habe ich auch für Tim Findig illustriert, Berliner Eltern aus der Mitte der Stadt sagt das vielleicht was. Gelegentlich zeichne ich auch für Katrin Andrzejewski Hochzeitseinladungen.

Was sind deine persönlichen Vorlieben in Bezug auf Illustration?
Ohman...darf ich eine Liste abgeben? László Varavasovszky, Charlotte Dematons, Axel Scheffler, Anke Feuchtenberger, Mawil, Wolf Erlbruch, auweia, da gibt's soooo viele, die ich verehre, im Moment brenne ich für Brittney Lee, Brian Kesinger und Pascal Campion. Ich bin da ein bisschen wie ein Teenager mit seinem Popmusikidol, ich verfalle dem Fantum vollkommen.

Was kreierst du, wenn du nicht gerade für einen Kunden arbeitest?
Wenn ich nicht für Kunden arbeite, zeichne ich ins Skizzenbuch, das ist immer dabei...Leute bei Konzerten und auf Messen, wie's mir geht, was die Kinder so machen, Ideen für Krikelkrakel im Blog, auf Instagram oder Facebook, ich verkaufe Eigenes auf Society6 unter dem Shopnamen Riikä.
Ich knete furchtbar gerne kleine dicke Frauen mit großen Brüsten und Schmetterlingsflügeln aus Fimo und zeichne kleine Monster oder Tiere mit Augenüberdruck.

Hast du eine Lieblingsarbeit?
Ich zeichne alles gern und liebe jede Arbeit, wenn die Auftraggeber fair und konstruktiv sind. Oder noch besser, wenn sie mich über den grünen Klee loben.

Welche Techniken setzt du ein?
Am liebsten arbeite ich analog, sprich: Stift, Papier, Pinsel, Feder, Tuschkasten, Knete.
Aber so gaaaanz langsam pirsche ich mich auch an den digitalen Kram. Is nich verkehrt, da kann ich radieren so viel ich will, das Papier ist niemals durch.

Was/Wer inspiriert dich?
Alles, das Leben, die Lieben, Bäume, andere Zeichner, Bücher, Gedichte, Gespräche, Klavierstunden meiner Tochter.

Wo kann man deine Arbeiten sehen und kaufen?
Ziemliche viele Klett Grundschulbücher im Bereich Deutsch und Sachkunde sind voller Illus von mir.
Ich habe sowohl eine Website friederikeablang.com als auch einen Blog rikeablang.blogspot.com. Man findet mich aber auch auf Facebook und Instagram.
An einem Shop denkele ich herum. Erstmal kann man Drucke, gerahmt oder nicht, auf Leinwand oder nicht bei Society6 kaufen wo Du mich unter dem Namen Riikä findest.

Was gefällt dir an Postkarten? Kreierst du häufig Postkaten? Und schreibst du selbst welche?
Ich liiiiebe Post. Briefe, Karten, Päckchen. Tu es in meinen Briefkasten und mach mich glücklich! Handschrift, Briefmarken aus anderen Ländern, die kitschigen oder wunderschönen Bilder auf Karten, die man kaufen kann, das ist wunderbar. Ich habe nichts gegen Emails, aber ich liebe echte Post.
Ich mache Karten gerne selber, vor allem für Geburtstage von Freunden und deren Kindern und zu Weihnachten gebe ich immer viel zu viel Geld für Druckkosten und Briefmarken aus, weil ich eben nicht bloß eine Email, sondern eine Karte schicken will zum Fest der Liebe. Ich habe sogar schon im Urlaub Postkarten selber gemalt, da waren wir an einem so abgelegenen Örtchen, da gab's schlicht keine Postkarten.

 
 
 
 

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