Postkarten für Immobilienmakler: 5 Trigger, die wirklich Leads bringen

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Postkarten für Immobilienmakler: 5 Trigger, die wirklich Leads bringen

Wie Maklerbüros mit automatisierten Postkarten Bewertungsanfragen gewinnen, Bestandskunden reaktivieren und private Inserate als Lead-Quelle nutzen.

Immobilienvermittlung ist eine der wenigen Branchen, in denen ein einzelner gewonnener Lead schnell fünfstellig wird. Trotzdem läuft die Akquise vieler Maklerbüros entweder über Empfehlungen — oder über breit gestreute Werbung, die kaum jemand öffnet. Postkarten sind in diesem Spannungsfeld ein erstaunlich starker Hebel, wenn man sie nicht als Flyer-Ersatz versteht, sondern als trigger-basierten Touchpoint, der genau dann beim Empfänger ankommt, wenn ein konkreter Anlass besteht.

Wir arbeiten mit einer wachsenden Zahl von Maklern und Maklersoftware-Partnern, die Postkartenmailings automatisiert in ihre Akquise integriert haben. Die folgenden fünf Kampagnen sind die, die sich in der Praxis am schnellsten rechnen.

1. Just-Sold → Bewertungsanfrage in der Nachbarschaft

Der wirksamste Trigger im Maklergeschäft ist ein Verkauf in der direkten Umgebung. Wenn in einer Straße gerade ein Haus den Besitzer wechselt, fragen sich die umliegenden Eigentümer fast automatisch: „Was wäre denn unser Haus wert?".

Die Mechanik ist simpel: sobald im CRM ein Objekt auf „verkauft" wechselt, geht etwa vier Wochen später eine Karte an die 80 bis 150 nächsten Eigentümeradressen mit einer Aufforderung zur kostenlosen Bewertung. Trigger ist der Statuswechsel, die Adressselektion läuft geo. Weil der Anlass für den Empfänger sofort plausibel ist, ist das nach unserer Erfahrung der stärkste einzelne Hebel für Leadgenerierung über Postkarten im Maklersegment.

2. Verkaufsjubiläum als Reaktivierung

Wer einmal über einen Makler verkauft oder gekauft hat, kommt im Schnitt nach sieben bis zehn Jahren wieder auf den Markt — sei es durch Familienzuwachs, leeres Nest oder Renteneintritt. Genau hier setzt die Jubiläumskarte an: ein, fünf und zehn Jahre nach dem Notartermin geht automatisch eine Karte an die heutigen Eigentümer. „Vor 5 Jahren haben wir Ihnen die Schlüssel übergeben — wie geht es dem Haus?".

Der Effekt ist weniger der direkte Lead als die saubere Beziehungspflege zu einem Bestand, der sonst still vor sich hin altert. Wer als Makler in der zweiten Dekade noch im Briefkasten landet, ist die erste Adresse, wenn der nächste Lebensphasenwechsel kommt.

3. Privat-Inserate als Lead-Quelle

Eine der unterschätztesten Kampagnen — und gleichzeitig die, bei der Maklersoftware-Anbieter und Automatisierer den größten Mehrwert für ihre Kunden bauen können. Die Logik: ein Scraper überwacht „Verkauf von Privat"-Inserate auf Immoscout und Kleinanzeigen in den definierten Zielregionen. Nach sechs bis acht Wochen — wenn der private Verkäufer typischerweise gemerkt hat, dass es schwieriger ist als gedacht — geht eine Karte an die Inseratsadresse mit einem zurückhaltenden „Falls Sie Unterstützung gebrauchen können …".

Die Leadqualität ist hier außergewöhnlich hoch, weil die Verkaufsabsicht nachweislich besteht. Das ist gleichzeitig eine Kampagne, die ein einzelner Makler kaum sauber aufsetzt — aber für ein Automatisierungs-Setup ist es ein klassisches Modul, das man einmal baut und auf alle Maklerkunden ausrollt.

4. Nach-Besichtigung-Touch für Nicht-Käufer

Jeder Makler hat sie: Interessenten, die ein Objekt besichtigt, sich aber dann doch dagegen entschieden haben. Die meisten dieser Kontakte verschwinden in der CRM-Datenbank und werden nie wieder berührt — obwohl sie aktiv auf Wohnungssuche waren.

Eine automatische Karte drei Monate nach der Besichtigung mit zwei oder drei aktuell passenden Objekten holt diese Kontakte zurück, gerade weil eine physische Karte aus der überfüllten E-Mail-Inbox ausbricht. Der Trigger ist trivial — ein Status im CRM plus ein Datums-Offset — der Lift für die Wiedereröffnung verloren geglaubter Pipelines ist deutlich.

5. Marktbericht-Karte für den Eigentümer-Bestand

Die strategischste der fünf Kampagnen: einmal im Quartal geht an den eigenen Eigentümer-Bestand eine Karte mit hyperlokalen Marktdaten. „Im Postleitzahlbezirk 50678 sind Eigentumswohnungspreise im 2. Quartal um 4,2 % gestiegen — Detailbericht auf Anfrage.".

Das ist keine direkte Akquisekarte, sondern Positionierung als Marktautorität. Wer als Eigentümer dreimal im Jahr eine sachliche, datengetriebene Karte vom selben Makler bekommt, hat keine zwei Sekunden Bedenkzeit, wenn die Verkaufsentscheidung wirklich ansteht.

Warum das alles nur automatisiert funktioniert

Die fünf Kampagnen oben sind manuell nicht zu betreiben. Niemand setzt sich Freitagnachmittags hin und prüft, welches Objekt diese Woche verkauft wurde, welche Adressen drumherum liegen, welche Privat-Inserate seit sieben Wochen online sind und wer im April vor drei Jahren gekauft hat. Genau deswegen passieren diese Karten in den meisten Maklerbüros nicht — obwohl sie nachweislich funktionieren.

Der entscheidende Schritt ist die Anbindung an die Datenquelle: das CRM, die Maklersoftware (onOffice, Propstack, FlowFact und andere), oder den Inserate-Scraper. Sobald der Trigger einmal definiert ist, läuft die Kampagne ohne weiteres Zutun. Genau dafür ist unsere API gebaut — eine ausführliche Beschreibung des Setups findet sich unter Marketing-Automation mit Postkarten.

Wo anfangen

Wer als Maklerbüro oder Automatisierungsdienstleister einsteigen will, fängt am besten mit Trigger 1 an — Just-Sold zu Bewertungsanfrage. Der Trigger ist im CRM eindeutig identifizierbar, die geo-basierte Adressselektion ist in den meisten Maklersystemen vorhanden, und die Conversion auf Bewertungsanfragen ist hoch genug, um die Mechanik nach wenigen Wochen zu validieren. Sobald das läuft, lassen sich die übrigen vier Trigger nach und nach ergänzen — jede neue Kampagne ist nur noch eine Frage des Triggers, nicht der Infrastruktur.


Und wenn ihr Fragen habt, meldet euch natürlich gern bei uns. 


von Axel von Leitner
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